kunkel | degen

Down By The Harbour

Burkard Kunkel (basset horn) - Bob Degen (piano)

recorded in Bauer Studios/ Ludwigsburg by Johannes Wohlleben, 14. and 15.11.2013

Kunkel hörte 1988 Bob Degen das erste Mal auf der LP „Ellingtonia Revisited“ mit Heinz Sauer im Duo und war tief beeindruckt. 20 Jahre später, 2008, traf er Degen zufällig im Jazzkeller in Frankfurt. Es entwickelte sich fortan eine fruchtbare Zusammenarbeit. Kunkels und Degens Musik besteht aus lyrischen Miniaturen und freien Improvisationen. Sie entstehen im Sinne einer Reise ins Ungewisse oder einer Schifffahrt auf hoher See ohne Kursvorgebung. Andere Stücke wiederum erklingen im Hafen auf sicherem Terrain, erzählen von Erinnerungen mit festen Themen. Auch klassische Musik, wie die kalten Stücke mit den Quertänzen ( Pieces froides: Danses des travers) von Erik Satie werden frei interpretiert.

  1. Dock 1 (Kunkel) *
  2. For Carli (Bob Degen)
  3. Danses de travers No. 1 (Erik Satie)
  4. Donna Bloodroot (Kunkel / Degen)
  5. Duck and Donkey (Kunkel)
  6. Night Sea (Kunkel) *
  7. Danses de travers No. 2 (Erik Satie)
  8. Seagulls on an old bridge (Kunkel) *
  9. Robby (Kunkel)
  10. Pelican (Kunkel)
  11. Wave Dance (Kunkel)
  12. Vivian Elaine (Bob Degen)
  13. Danses de travers No. 3 (Erik Satie)
  14. Madatsch (Kunkel)
  15. Aquarius (Kunkel / Degen)
  16. Flying Bird (Kunkel)

*Auszug (MP3, 128 kBit/s)

Burkard Kunkel – Bassetthorn
Bob Degen – Piano

Vertrieb: ffmjazzmanagement

BURKARD KUNKEL: * 1967 in Würzburg

BASSETTHORNIST UND ZITHERSPIELER

Burkard Kunkel wuchs in einem kleinen Spessartdorf, Heigenbrücken, auf. Mit 7 Jahren entdeckte er die Liebe zur Zither und trat auf diesem Instrument ab 1974 in Altersheimen und Heimatabenden auf. Mit 10 Jahren besuchte er das musische Gymnasium in Aschaffenburg und absolvierte das Musikabitur im Fach Klavier. Ab 1984 interessierte er sich zunehmend für Jazz, spielte zunächst mehrere Saxophone, bis er 1991 zur Bassklarinette wechselte. In diesem Jahr zog er nach Frankfurt und knüpfte dort schnell Kontakt zur Jazz - und frei improvisierenden Szene.

1996 erhielt er den Jazz-Förderpreis der Stadt Frankfurt.

Daraufhin folgten Studien in Finnland, wo er unter anderem die Akkordeonistin Maria Kalaniemi kennenlernte. Diese Begegnung ermutigte Kunkel, mit dem Instrument seiner Kindheit, der Zither, mehr zu experimentieren. So entstand auch die Zusammenarbeit mit Rüdiger Carl (Duo Gold), mit dem er seit 1993 musiziert.

Parallel formierten sich weitere Bands wie Atlantic Auge, Vagant und Gulliver.

2002 wechselte Kunkel noch einmal von der Bassklarinette zum Bassetthorn und gilt auf diesem Instrument als einer der wenigen Jazzinstrumentalisten.

Prägende Einflüsse waren für ihn das gemeinsame Spiel mit Michel Pilz, Markus Becker, John Schröder, Christopher Dell, Willi Kappich, Heinz Sauer, Peter Fey, Rüdiger Carl, Steve Potts, dem Roten Bereich und dem HR Jazz- Ensemble. 2008 begann die fruchtbare Arbeit mit Bob Degen. Als Bassetthornist produzierte er die CD`s „Gulliver“, „Nacht“, „Day On Earth“, „Zitrone und Zimt“, „Dog Life“ und „Down By The Harbour“. Kunkel komponierte auch neue Musik: eine Rhapsodie für Bassetthornquintett ist auf der Schallplatte vom „Ensemble Orange“ ( Margot Zimmermann, Thomas Grass, Peter Geisler, Erich Ramer, David Glenn) eingespielt worden.

BOB DEGEN: * 1944 in Scranton, Pennsylvania

PIANIST

Bob Degen studierte bis 1965 an der Berklee School of Music bei Mrs. Chaloff, die u.a. Herbie Hancock unterrichtete. Nach kurzem Aufenthalt in Deutschland kehrte Degen 1966 in die Vereinigten Staaten zurück, wo er mit Mark Levinson und Paul Motian sowie der Glenn Miller- Band unter Buddy de Franco arbeitete. Anfang der 1970er tourte er mit Sadao Watanabe durch Japan, wo er als Star gefeiert wurde. Von 1972 an arbeitete er wieder in Deutschland, wo er mit Albert Mangelsdorff spielte und bis 1999 Mitglied des Jazz-Ensembles des Hessischen Rundfunks war. Bob Degen arbeitete weiterhin mit Attila Zoller, Heinz Sauer, Günter Lenz, Dexter Gordon, Art Farmer, Lee Konitz, Wolfgang Engstfeld, Tony Lakatos, Cameron Brown, Zbigniew Namyslowski, Bill Stewart, Gerd Dudek, Michel Pilz, Valentin Garvie und.v.a. zusammen. Das Spiel von Bill Evans und Paul Bley haben ihn geprägt. 1994 erhielt er den Jazzpreis des Landes Hessen